Reiseroute für Nauru – Die kleinste Republik der Welt in 3–5 Tagen entdecken
Nauru ist klein – nur 21 Quadratkilometer – aber voller Geschichte, atemberaubender Natur und herzlicher Gastfreundschaft. Eine Woche ist mehr als genug, um die gesamte Insel zu erkunden, aber selbst in 3–5 Tagen können Sie die Highlights erleben. Der begrenzte Flugplan (Nauru Airlines fliegt nur zweimal wöchentlich von Brisbane) bestimmt meist die Aufenthaltsdauer. Die folgende Route ist so gestaltet, dass Sie das Beste aus Ihrer Zeit herausholen, ohne sich zu hetzen. Nehmen Sie sich Zeit – auf Nauru ticken die Uhren anders.
🗓️ Planungshinweis vorab
Die Ankunft von Nauru Airlines aus Brisbane ist in der Regel am späten Nachmittag oder frühen Abend. Die Abflüge sind meist am späten Vormittag. Ihr erster und letzter Tag sind daher nur Teil-Tage – planen Sie entsprechend. Diese Route berücksichtigt diese Einschränkung.
📅 Tag 1: Ankunft und erste Orientierung
Ankunft am Flughafen Nauru (INU)
Ihr Flug mit Nauru Airlines ab Brisbane landet nach etwa 5 Stunden auf dem International Airport Nauru im Distrikt Yaren – einem der surrealsten Flughäfen der Welt, umgeben von Palmen und dem blauen Pazifik. Da es kein richtiges Terminalgebäude im herkömmlichen Sinne gibt, werden Sie direkt auf dem Vorfeld abgefertigt. Die Einreise dauert in der Regel 15–30 Minuten, sofern alle Papiere in Ordnung sind. Denken Sie daran: Ihr Visum muss vorab genehmigt sein, und Ihr Reisepass muss noch mindestens 6 Monate gültig sein. Halten Sie Ihre Visumsbestätigung und Ihren Rückflugschein bereit.
Check-in im Menen Hotel
Vom Flughafen bringt Sie ein Taxi in knapp 10 Minuten zum Menen Hotel im Distrikt Meneng – dem einzigen Hotel der Insel. Einchecken so schnell wie möglich, denn die Sonne geht auf Nauru ganzjährig kurz nach 18 Uhr unter (Nauru liegt nur 42 Kilometer südlich des Äquators). Die Zimmer im Menen Hotel sind zweckmäßig, aber sauber, mit Klimaanlage und Moskitonetz. Die Preise liegen zwischen 100 und 250 AUD pro Nacht. Lassen Sie Ihre Koffer im Zimmer und machen Sie sich auf den Weg zum Strand.
Erster Strandbesuch – Anibare Bay bei Sonnenuntergang
Vom Menen Hotel sind es nur wenige Gehminuten zur Anibare Bay, der schönsten Bucht Naurus. Der feine, weiße Sandstrand erstreckt sich über etwa 600 Meter und wird von Kokospalmen gesäumt. Wenn Sie gegen 17:30 Uhr ankommen, erleben Sie einen der spektakulärsten Sonnenuntergänge des Pazifiks. Das Wasser ist ganzjährig angenehme 27–29 °C warm. Die Bucht ist ideal für einen ersten, erfrischenden Fußbad – aber Vorsicht vor Korallenresten im Wasser. Wasserschuhe sind hier Gold wert.
Abendessen im Menen Hotel Restaurant
Nach dem Sonnenuntergang geht es zurück ins Menen Hotel Restaurant – der zentrale Treffpunkt der Insel. Hier treffen Sie wahrscheinlich sowohl Touristen als auch Expatriates und einheimische Geschäftsleute. Die Speisekarte bietet eine Mischung aus internationaler Küche und lokalen Gerichten. Probieren Sie Fischgerichte – Thunfisch, Mahi-Mahi oder Wahoo kommen hier direkt aus dem Ozean. Ein Hauptgericht kostet 20–40 AUD. Dazu ein kaltes Bier (6–8 AUD) oder eine frische Kokosnuss – der perfekte Abschluss für Ihren ersten Abend.
Tipp: Gehen Sie nach dem Essen noch einmal kurz zum Strand. Der Nachthimmel auf Nauru ist frei von Lichtverschmutzung – die Milchstraße ist mit bloßem Auge atemberaubend zu sehen.
📅 Tag 2: Inselerkundung – Geschichte, Höhlen und Lagunen
Vormittag: Inselrundfahrt mit dem Taxi
Stehen Sie früh auf – der Sonnenaufgang an der Anibare Bay ist gegen 5:45 Uhr und absolut lohnenswert. Nach einem einfachen Frühstück im Hotel (im Zimmerpreis inbegriffen) starten Sie Ihre Inselerkundung. Die gesamte Insel hat nur eine einzige Ringstraße – die Nauru Ring Road – die etwa 19 Kilometer lang ist und komplett in etwa 40–60 Minuten umrundet werden kann. Ein Taxi für eine Runde kostet 15–20 AUD (vorher den Preis aushandeln).
Bitten Sie ihren Taxifahrer, an den wichtigsten Punkten zu halten:
- Nauru Museum in Yaren – Das kleine Museum zeigt traditionelle Handarbeiten, Fotos und Artefakte aus der Kolonialzeit, dem Zweiten Weltkrieg und der Unabhängigkeit. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Öffnungszeiten sind unregelmäßig – fragen Sie im Hotel nach, ob es geöffnet ist.
- Parlamentsgebäude (Parliament House) in Yaren – Ein schlichtes, modernes Gebäude, das Sitz des nauruischen Parlaments. Wenn Sie Glück haben, ist eine Sitzung und Sie können von der Besuchertribüne aus zusehen. Der Vorplatz bietet einen guten Blick auf die zerklüftete Küste.
- Capelle & Partner in Aiwo – Der einzige Supermarkt der Insel. Hier gibt es Snacks, Getränke und Souvenirs. Der Geldautomat am Eingang ist der einzige funktionierende ATM der gesamten Insel – aber verlassen Sie sich nicht darauf, nehmen Sie ausreichend Bargeld in AUD mit.
💵 Bargeld-Tipp
Es gibt nur einen Geldautomaten auf Nauru (bei Capelle & Partner in Aiwo). Dieser ist häufig defekt oder leer. Bringen Sie ausreichend Bargeld in kleinen Scheinen (5, 10, 20, 50 AUD) für den gesamten Aufenthalt mit. Kreditkarten werden nur im Menen Hotel und bei Capelle & Partner akzeptiert.
Nachmittag: Moqua Cave und Buada Lagoon
Am Nachmittag geht es zu zwei der faszinierendsten Naturwunder der Insel. Die Moqua Cave liegt im Distrikt Yaren, versteckt zwischen dichtem Buschwerk. Es handelt sich um eine unterirdische Höhle mit einem Süßwassersee, der sich in einer alten Phosphatabbaugrube gebildet hat. Die Höhle ist nicht beleuchtet – bringen Sie unbedingt eine Taschenlampe oder Stirnlampe mit. Der Boden ist rutschig und stellenweise schlammig. Gute Schuhe sind Pflicht. Vorsicht: Die Höhle ist die Heimat von Fledermäusen – lassen Sie sie in Ruhe und berühren Sie sie nicht.
Von dort fahren Sie weiter zur Buada Lagoon (auch Buada-See genannt), einem brackigen Binnensee im Landesinneren des Distrikts Buada. Sie erreichen ihn über einen unbefestigten Weg, der von der Ring Road abzweigt. Die Lagune ist von dichtem tropischen Grün umgeben – Bananenstauden, Brotfruchtbäume und Kokospalmen. Hier leben die seltenen Nauru-Rohrsänger (Nauru Reed Warbler, Acrocephalus rehsei), die einzige endemische Vogelart der Insel. Fernglas nicht vergessen! Die Lagune ist auch ein beliebter Ort für Einheimische zum Picknicken am Wochenende. Planen Sie etwa 30–45 Minuten für den Besuch ein.
Abend: Takeaway-Dinner an der Anibare Bay
Der Abend gehört dem authentischen Nauru: Takeaway-Essen am Strand. In Aiwo und Denigomodu gibt es mehrere kleine Takeaway-Shops, die frittierte Gerichte für 4–8 AUD pro Portion anbieten. Probieren Sie frittierte Fischfilets mit Pommes oder Hähnchenstücke mit Reis. Fragen Sie nach der Chilisoße – die nauruische Variante ist scharf und würzig. Holen Sie sich das Essen und genießen Sie es an der Anibare Bay unter den Palmen, mit dem Rauschen des Pazifiks im Hintergrund. Alternativ gibt es eine kleine Imbissbude direkt an der Anibare Bay, die am Wochenende geöffnet hat.
Tipp: Cola oder Wasser kaufen Sie am besten vorher bei Capelle & Partner – die Getränkepreise an den Takeaway-Ständen sind etwas höher.
📅 Tag 3: Geschichte & Natur – Command Ridge, Schnorcheln und Sonnenuntergang
Vormittag: Command Ridge – Der höchste Punkt Naurus
Der Command Ridge ist mit 65 Metern der höchste Punkt der Insel – und einer der geschichtsträchtigsten Orte Naurus. Er liegt im Distrikt Aiwo, und Sie erreichen ihn über einen steilen, unbefestigten Weg von der Ring Road aus. Der Aufstieg dauert zu Fuß etwa 15–20 Minuten und ist moderat anstrengend. Nehmen Sie Wasser mit und tragen Sie festes Schuhwerk.
Oben angekommen werden Sie mit einem der eindrucksvollsten Relikte des Pazifikkriegs belohnt: Zwei japanische Küstengeschütze aus dem Zweiten Weltkrieg – riesige Kanonen, die die Japaner 1942 hier installierten, um die Anflüge auf die Insel zu verteidigen. Die Kanonen sind noch immer intakt und zeigen Einschusslöcher von alliierten Luftangriffen. Dazu kommen restaurierte Bunker und Unterstände. Der Ausblick von hier oben ist phänomenal – Sie sehen die gesamte Westküste der Insel, die zerklüfteten Klippen und das endlose Blau des Pazifiks.
Planen Sie etwa 1–1,5 Stunden für den Besuch ein, inklusive Aufstieg, Erkundung und Fotos. Achten Sie auf Ihre Schritte – die Bunker haben offene Schächte und dunkle Ecken.
Vormittag: Spaziergang auf der Topside
Nach dem Command Ridge ist ein Spaziergang durch die Topside – das zentrale Hochland der Insel – ein eindrucksvolles Erlebnis. Hier wurde fast ein Jahrhundert lang Phosphat abgebaut. Die Landschaft ist bizarr und unwirklich: scharfkantige, weiße Korallenkalk-Pfeiler (sog. Dolinenlandschaft), dazwischen grüne Vegetation, die langsam zurückkehrt. Es ist eine Mahnung an die ökologischen Kosten des Phosphatabbaus, aber auch ein beeindruckendes Beispiel für die Widerstandsfähigkeit der Natur. Betreten Sie die Topside nur auf den bestehenden Pfaden – die scharfkantigen Korallen können tiefe Schnitte verursachen.
Nachmittag: Schnorcheln in der Anibare Bay
Der Nachmittag ist dem Schnorcheln in der Anibare Bay gewidmet – und das ist einer der Höhepunkte jeder Nauru-Reise. Das Wasser ist kristallklar, die Sichtweite liegt bei 15–30 Metern (besonders gut in den Monaten April bis Oktober). Da es auf der Insel keine Schnorchelverleihe gibt, müssen Sie Ihre eigene Ausrüstung mitbringen: Maske, Schnorchel und Flossen – unbedingt im Handgepäck, falls das Aufgabegepäck verloren geht.
Die besten Schnorchelplätze befinden sich an den felsigen Enden der Bucht, wo das Riff beginnt. Hier sehen Sie bunte Korallenformationen, Papageienfische, Doktorfische, Falterfische und mit etwas Glück auch Meeresschildkröten. Besonders empfehlenswert ist der Bereich am südlichen Ende der Bucht, nahe der Felsformation. Wasserschuhe sind hier unverzichtbar – die Korallen sind scharf und können schmerzhafte Schnitte verursachen, die sich in den Tropen leicht entzünden.
Sicherheitshinweis: Schwimmen Sie nie allein. Achten Sie auf Strömungen – der Pazifik ist kein Schwimmbad. Es gibt auf Nauru keine offiziellen Rettungsschwimmer oder Bojen. Die beste Zeit zum Schnorcheln ist bei Flut und ruhiger See, am frühen Morgen oder späten Nachmittag (dann ist das Licht am schönsten für Fotos).
Abend: Sonnenuntergang am Capelle Beach
Der letzte Abend Ihres 3-tägigen Aufenthalts klingt am Capelle Beach (auch bekannt als Aiwo Harbour Beach) aus – einem kleinen Strandabschnitt nahe des Hafens von Aiwo. Hier ist es ruhiger als an der Anibare Bay, und der Blick nach Westen bietet einen der schönsten Sonnenuntergänge der Insel, wenn die untergehende Sonne das ruhige Wasser in Orange und Rosa taucht. Lokale Angler werfen hier abends ihre Leinen aus – kommen Sie mit ihnen ins Gespräch, die Nauruer sind außergewöhnlich gastfreundlich. Ein kleiner Snack und ein kaltes Getränk aus dem nahen Capelle Store machen den Abend perfekt.
📅 Tag 4 und 5: Optionen für längere Aufenthalte
Wenn Sie mehr Zeit haben oder Ihr Flugplan einen längeren Aufenthalt erzwingt (was aufgrund des begrenzten Flugplans von Nauru Airlines häufig der Fall ist), haben Sie zahlreiche Möglichkeiten, die Insel tiefer zu erkunden. Hier sind die besten Aktivitäten für verlängerte Aufenthalte:
Hochseeangeln – Ein unvergesslicher Tag auf dem Pazifik
Nauru liegt mitten im produktivsten Thunfischfanggebiet des Pazifiks. Ein Tag Hochseeangeln ist ein absolutes Highlight. Sie können lokale Fischer im Hafen von Aiwo fragen, ob ein Platz auf ihrem Boot frei ist – gegen eine kleine Gebühr (ca. 50–100 AUD pro Person für einen halben Tag) nehmen sie Sie mit. Gelberflossen-Thun (Yellowfin Tuna), Mahi-Mahi (Goldmakrele) und Wahoo sind die Hauptziele. Ein Teil des Fangs wird traditionell mit dem Boot geteilt – Sie dürfen Ihren Anteil behalten und im Hotel zubereiten lassen.
Wichtig: Fragen Sie vorher, ob das Boot Schwimmwesten hat. Große Fischvorkommen in der Nähe des Riffs sind ab etwa 5 km vor der Küste zu finden. Bringen Sie Sonnencreme, einen Hut und reichlich Wasser mit – die Sonne auf dem Wasser ist noch intensiver.
Kirchenbesuch am Sonntag
Der Sonntag auf Nauru ist dem Glauben gewidmet. Rund 80 % der Bevölkerung sind Christen, verteilt auf die Nauru Congregational Church, die katholische Kirche und kleinere Gemeinden. Ein Kirchenbesuch ist ein kulturelles Erlebnis – der Gesang der Gemeinde ist kraftvoll und bewegt selbst sprachliche Barrieren. Die Gottesdienste werden auf Nauruisch und Englisch gehalten. Kleiden Sie sich angemessen: Schultern bedeckt, lange Hosen oder Röcke, geschlossene Schuhe. Die bekannteste Kirche ist die Nauru Congregational Church in Aiwo mit ihrem markanten Turm. Der Gottesdienst beginnt in der Regel um 10:00 Uhr. Nach dem Gottesdienst gibt es oft gemeinsames Essen – als Besucher sind Sie herzlich eingeladen, bringen Sie als Dank kleine Gastgeschenke mit (Briefmarken aus Ihrer Heimat kommen immer gut an).
Wanderung zur Ewa-Kanone
Im Norden der Insel, nahe dem Distrikt Ewa, befindet sich eine weitere japanische Kanone aus dem Zweiten Weltkrieg, die weniger bekannt und besucht ist als die auf dem Command Ridge. Die Wanderung durch dichte Küstenvegetation ist abenteuerlicher und dauert etwa 30–45 Minuten einfache Strecke. Der Pfad ist nicht ausgeschildert – bitten Sie im Hotel um genaue Wegbeschreibung oder einen lokalen Führer (ca. 20–30 AUD für die Führung). Die Kanone ist von der Vegetation fast überwuchert, was ihr einen geheimnisvollen, fast verlorenen Charakter verleiht.
Entspannter Strandtag
Manchmal ist der beste Plan, gar keinen Plan zu haben. Verbringen Sie einen Tag an der Anibare Bay mit Lesen, Schwimmen und Schnorcheln. Packen Sie einen E-Reader oder ein Buch ein – die Abende sind lang und ruhig. Der Strand ist unter der Woche fast menschenleer. Am Wochenende kommen einheimische Familien zum Picknick – eine wunderbare Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen. Bringen Sie eine Picknickdecke, Essen und Getränke von Capelle & Partner mit, denn es gibt keine Strandcafés oder Bars.
Besuch des Handicraft Shops für Souvenirs
Bevor Sie abreisen, sollten Sie dem Nauru Handicraft Shop in Yaren (in der Nähe des Museums) einen Besuch abstatten. Hier werden traditionelle Kunsthandwerke verkauft: geflochtene Körbe aus Pandanus-Blättern, Kokosöl-Seife, geschnitzte Holzfiguren und handgefertigter Schmuck aus Muscheln und Korallen. Die Preise sind moderat (5–30 AUD). Der Shop hat unregelmäßige Öffnungszeiten – fragen Sie im Hotel, ob er geöffnet ist. Zwischen 10 und 15 Uhr ist die Wahrscheinlichkeit am größten.
Weitere Vorschläge für Tag 5:
- Wiederholter Besuch der Anibare Bay zum Schnorcheln bei anderen Gezeiten und Lichtverhältnissen
- Spaziergang entlang der Ostküste zu den Felsklippen von Meneng – dramatische Ausblicke und gute Fotomotive
- Besuch des Nauru Handicraft Shop für letzte Souvenirs
- Abendessen im Menen Hotel mit Live-Musik (oft samstags)
🗺️ Praxistipps für Ihre Reise
Transport auf der Insel
Nauru hat kein öffentliches Verkehrssystem – keine Busse, keine Bahnen. Ihre Optionen sind:
- Taxi: Die einzige verlässliche Transportmöglichkeit. Taxis haben kein Taxameter – der Preis wird vor der Fahrt ausgehandelt. Kurze Fahrten innerhalb von Meneng/Yaren: 5–10 AUD. Eine komplette Inselrundfahrt mit Zwischenstopps: 15–20 AUD. Wenn Sie den Fahrer für einen halben oder ganzen Tag engagieren möchten, rechnen Sie mit 40–60 AUD. Notieren Sie sich eine Telefonnummer für Taxi-Rufbereitschaft (das Hotel hilft dabei) – auf der Straße ist nicht immer eines verfügbar.
- Mietwagen: Sehr begrenzt verfügbar. Das Menen Hotel vermittelt manchmal Mietwagen (ca. 60–80 AUD/Tag). Voraussetzung: ein gültiger internationaler Führerschein. Die Straßen sind asphaltiert, aber holprig und nicht beleuchtet. Fahren Sie nachts extrem vorsichtig – auf der Ring Road laufen Fußgänger und Hunde.
- Zu Fuß: Der Flughafen, das Hotel, der Strand und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Yaren und Meneng sind zu Fuß erreichbar (maximal 20–30 Minuten). Für die entlegenen Distrikte Aiwo, Buada und Ewa brauchen Sie jedoch ein Taxi.
- Fahrrad: Gelegentlich kann man im Hotel ein Fahrrad ausleihen – nicht standardmäßig, aber nachfragen lohnt sich. Die Ring Road ist flach, aber es gibt keine Fahrradwege.
Geld – Nur Bargeld
Wie auf allen Reisetipps-Seiten betont: Nauru ist eine Bargeldwirtschaft. Nehmen Sie genügend Australische Dollar in kleinen Scheinen (5, 10, 20 AUD) mit. Der einzige Geldautomat (bei Capelle & Partner in Aiwo) ist unzuverlässig. Kreditkarten werden nur im Menen Hotel und bei Capelle & Partner akzeptiert. American Express und Discover werden nicht akzeptiert.
Beste Tageszeiten für Aktivitäten
Die tropische Sonne nahe dem Äquator ist extrem intensiv. Planen Sie Ihre Aktivitäten strategisch:
- 🌅 Früher Morgen (5:45–8:00 Uhr): Ideal für Sonnenaufgang an der Anibare Bay, Schnorcheln (ruhigstes Wasser und bestes Licht) und Fotografie der Küste. Die Temperaturen sind angenehm unter 28 °C.
- 🌤️ Vormittag (8:00–11:00 Uhr): Beste Zeit für Wanderungen (Command Ridge, Topside) und Inselerkundungen mit dem Taxi. Die Hitze ist noch erträglich.
- ☀️ Mittag (11:00–15:00 Uhr): Meiden Sie direkte Sonneneinstrahlung. Die Temperaturen erreichen bis zu 32 °C gefühlt. Diese Zeit ist perfekt für eine Siesta im klimatisierten Hotelzimmer, einen Besuch im Museum oder eine entspannte Mahlzeit.
- 🌆 Später Nachmittag (15:00–17:00 Uhr): Bestes Licht für Landschaftsfotografie mit goldenen Schatten. Gute Zeit für den zweiten Schnorchelgang oder einen Spaziergang.
- 🌇 Abend (17:00–18:30 Uhr): Sonnenuntergangszeit. Ideal für Fotografie von Panoramen und für Strandspaziergänge.
- 🌙 Nacht (ab 18:30 Uhr): Sternenhimmel beobachten, im Hotel essen oder in der Hotelbar den Abend ausklingen lassen.
🌴 Wichtige Fakten auf einen Blick
Flug: Nauru Airlines ab Brisbane (~5 h), ca. 2× wöchentlich | Visum: Vorab beantragen, 6–8 Wochen Vorlauf | Währung: Australische Dollar (AUD), nur Bargeld, 1 Geldautomat | Menen Hotel: ca. 100–250 AUD/Nacht | Takeaway-Essen: 4–8 AUD pro Gericht | Temperatur: 27–28 °C ganzjährig | Regenzeit: November–Februar | Beste Reisezeit: April–Oktober
Klima und Kleidung
Packen Sie leichte Baumwollkleidung für den Tag und einen leichten Pullover für klimatisierte Räume. Eine Regenjacke ist auch in der Trockenzeit nützlich – tropische Schauer sind kurz, aber heftig. Wasserschuhe sind für jeden Strand- und Riffbesuch unverzichtbar. Vergessen Sie nicht: Sonnencreme (LSF 50+, reefsicher), Sonnenbrille und Hut – die UV-Strahlung nahe dem Äquator ist extrem.
Kommunikation
Nauru hat keine internationalen Roaming-Abkommen im herkömmlichen Sinne. Kaufen Sie eine lokale SIM-Karte von Digicel Nauru für etwa 10–20 AUD mit Datenvolumen für die Nutzung von Karten und Messengern. Der Empfang ist in Yaren und Meneng gut, in abgelegenen Gebieten wie Buada schwächer. WLAN ist im Menen Hotel verfügbar, aber langsam. Facebook ist die wichtigste Kommunikationsplattform der Insel – viele lokale Angebote, Öffnungszeiten und Kontakte laufen darüber.
💰 Kostenübersicht für einen 3-tägigen Aufenthalt (pro Person)
Hinweis: Flugkosten variieren stark je nach Saison und Buchungszeitpunkt. Die Kosten für die Reisekrankenversicherung mit medizinischer Evakuierung kommen noch hinzu (ca. 50–100 AUD für die Reisedauer).